AUSSTELLUNG:  50 Jahre Élysée-Vertrag

Im Rahmen des Jubiläumsjahres 2013 erstellt das IPZ zurzeit eine Wanderausstellung bestehend aus 27 Thementafeln. Die Ausstellung kann seit dem 1.1.2013 bei uns ausgeliehen werden. Die Ausstellung wurde im Rahmen der Deutsch-Französischen Fachtagung des IPZ am 22. Januar 2013 in Geilenkirchen (NRW) eröffnet.

Die Ausstellung besteht aus folgenden Tafeln: Titeltafel, Geschichte des eur. Integrationsprozesses ab 1945, 3 x Von der Erbfeindschaft bis zur Aussöhnung: Deutsch-französischen Zusammenarbeit bis 1963, Élysée-Vertrag: Darstellung, 2 x Élysée-Vertrag: Erfolge, Das Jubiläumsjahr 2013, 5 x Zentrale deutsch-französische Tandems: Von Adenauer / de Gaulle zu Merkel / Hollande, Das Deutsch-Französische Jugendwerk: Entstehung und Geschichte, Das DFJW: Angebote des Jugendwerks, Institutionen der deutsch-französischen Zusammenarbeit, Zahlen und Informationen der deutsch-französischen Städtepartnerschaften, 6 x Beispiele der deutsch-französischen Städtepartnerschaften.

Aufgrund der hohen Nachfrage sind zwei Exemplare der Ausstellung erstellt worden. Bitte berücksichtigen Sie dies in der Terminliste.

Weitere Informationen über die Ausstellung und Beispieltafeln finden Sie hier!


DEUTSCH-FRANZÖSISCHE FACHTAGUNGEN IM JUBILÄUMSJAHR

Im Rahmen des Jubiläumsjahres sind auch 4 Fachtagungen zu den deutsch-französischen Beziehungen geplant. Die erste fand am 22.1.2013 in Geilenkirchen (NRW) statt, die zweite Fachtagung war am 1.7.2013 in Mörfelden-Walldorf (HE).



Pressemitteilung vom 2.7.2013:

Partnerschaften sind keine lästigen Pflichtübungen

IPZ deutsch-französische Tagung in Mörfelden-Walldorf – Stanislas Mrozek: „Aus der einstigen Neugier wurde gemeinsames Interesse“



Der stellvertretende französische Generalkonsul, Stanislas Mrozek, sprach über die deutsch-französische Partnerschaften. 


Mörfelden-Walldorf (red). „Partnerschaften sind keine lästigen Pflichtübungen.“ Mit dieser Aussage betrachtete der stellvertretende französische Generalskonsul, Stanislas Mrozek, kritisch den aktuellen Zustand der deutsch-französischen Partnerschaften. Diese seien aufgrund Altersstruktur von den noch aktiven zum großen Teil zu „Prosit-Partnerschaften“ mutiert. Vor allem aber fehle der Nachwuchs, der den Geist der Partnerschaften und die damit vor über fünf Jahrzehnten begonnene Aussöhnung zwischen den beiden Ländern weiter lebt.


 

Von links: Dr. Christoph Müllerleile, Christophe Braouet, Stanislas Mrozek und Anna Noddeland


Anlass für seine kritische Betrachtung war seine Rede zu Beginn einer vom Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) in Kooperation mit der Kommune in Mörfelden-Walldorf im Rathaus durchgeführte deutsch-französische Tagung. Diese wurde von Bürgermeister Heinz-Peter Becker und dem IPZ-Vorsitzenden Christoph Müllerleile eröffnet. Becker ging in seiner Begrüßungsansprache auf die bestehende Partnerschaft zwischen der südfranzösischen Kommune Vitrolles und Mörfelden-Walldorf. Der IPZ-Vorsitzende verwies in seiner Ansprache auf die vielfältigen Aufgaben des Instituts. Dabei hob er die exponierte Stellung des Vereins mit seinen Aktivitäten im Sinne der europäischen Partnerschaften hervor.

Mit der Situation des Euros und des Europäischen Wirtschaftsraum befasste sich der der Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Christophe Braouet, in seiner 45 Minuten dauernden Rede. Neben der Historie deutsch-französischer Beziehungen aus politischer Sicht stellte er die heutige Wirtschafts- und Finanzsituation in den Fokus seiner Ausführungen. „Alleingang ist nicht der richtige Weg um uns gemeinsam aufzustellen.“ Mit dieser Aussage warnte Braouet letztendlich jeden europäischen Partner vor „nicht abgestimmten“ Entscheidungen. Als Beispiel führte er unter anderen den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie an. Trotz der kritischen Betrachtungen lobt der Referent die gemeinsamen europäischen Aktivitäten, was vor dem Hintergrund der Geschichte zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Europa führte.


 

Gemeinsam mit der Institutsleiterin Anna Noddeland begehen die Teilnehmer die IPZ- Ausstellung „50 Jahre Élysée-Vertrag“. Die Wanderausstellung wird gerade im Rathaus Walldorf gezeigt.

 

In der sich anschließenden Diskussion standen vor allem Entwicklungen und Tendenzen der Partnerschaften im Mittelpunkt. Gerade die deutsch-französische Geschichte werfe in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob man in den heutigen Partnerschaften diese Geschichte vor der Jugend ansprechen soll, fragte Müllerleile. „Ja, nie wieder Krieg“ sei wichtig, aber die Vergangenheit solle nicht zum Pathos in den heutigen Partnerschaften werden, antworte der Generalkonsul. Man müsse allerdings die Geschichte ansprechen und erklären, was nicht einfach aber notwendig sei. Dies unterstrich auch Braouet, betonte allerdings, dass man die Partnerschaften neu ausrichten müsse, um das Interesse der Jugend zu wecken. Um Jugendliche in Partnerschaften einzubinden, sei zum Beispiel die Möglichkeit im benachbarten Ausland der Weg einer beruflichen Ausbildung oder zeitlich begrenzt zu arbeiten ein Weg, Jugendliche für die Beziehung zu Frankreich zu gewinnen. Allerdings wurde in den verschiedenen Ausführungen deutlich, dass verstärkt zu beobachten sei, dass gerade von französischer Seite Probleme her bestehen, die Partnerschaften wie in der Vergangenheit intensiv zu leben.

 

 

Pressekontakt: PWP Kunert & Kunert GbR, Lauterbacher Straße 28a, 63688 Gedern, pwp-kunert@t-online.de