Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V.


Projekte unserer Partner

Das IPZ hat aktuell 518 Mitglieder, die besonders in der internationalen Arbeit und bei Europaprojekten aktiv sind.

Auf dieser Seite finden Sie Presseberichte und Projektschilderungen von unseren Partner im In- und Ausland.


Ministrantenaustausch der Gemeinden Reinschdorf und Neuenstein

In den Tagen vom 24. bis zum 28. Mai 2017 wurde die Gemeinde Reinschdorf von einer Delegation von 22 Ministranten aus Neuenstein und Öhringen unter der Leitung vom Pfarrer Klaus Kempter besucht. An dem Projekt nahmen auch Minstranten aus der Gemeinde Reinschdorf teil. Insgesamt zählte die polnische Gruppe 40 Personen. Die Gäste wurden in Gastfamilien der Gemeinde Reinschdorf untergebracht.

Das intensive Programm sah folgend aus: Da man in Deutschland am 25. Mai Christi Himmelfahrt feierte, wurde in der Reinschdorfer Pfarrkirche eine Messe gefeiert. Nach der Messe begaben sich alle Teilnehmer nach Nesselwitz, wo sie die Grundschule besuchten und an unterschiedlichen Workshops teilnehmen konnten. Der Workshop zum Thema Programmieren war sehr beliebt. Mit den Robotern Dash & Dot, mit Legobausteinen Lego Wedo und mit dem Programm Scratch hatten die Ministranten sehr viel Spass und fühlten sich wie junge Ingenieure. Es gab auch einen Kunstworkshop - mit dem Einsatz von Papier, Holz und synthetischen Materialien. Die Jugend konnte auch verschiedene Spiele spielen. Im Gymnasium in Langlieben gab es dagegen Sport und Freizeitaktivitäten. Am Abend gab es ein Lagerfeuer. Die Gastmütter bereiteten Kuchen vor und das Gemeindeamt hat die Wurst gesponsort. Die Atmosphäre war sehr fröhlich. Im Club „Akropolis” in Nesselwitz gab es anschließend eine Disco, bei der die Jugend ihr Tanzkönnen demonstrierte. Am nächsten Tag ging es zum St. Annaberg zum Sanktuarium und nach Oppeln. In der Stadt besichtigten die Ministranten das Museum des Oppelner Schlesiens und die Kathedrale zum hl. Kreuz.

Am Samstag war ein Ganztagsausflug nach Krakau geplant. Die Jugend war beeindruckt von der früheren Hauptstadt Polens. Dank einer Führung durch die Stadt gewannen sie viel neues Wissen über die Geschichte Polens. Nach der Rückfahrt in die Gemeinde Reinschdorf gab es gegen 19 Uhr ein Integrationstreffen mit allen Gastfamilien und Ministranten. Am Sonntag nach der hl. Messe wurden die deutschen Ministranten vom Bürgermeister der Gemeinde Reinschdorf und seinem Vertreter, dem Projektleiter, verabschiedet. Das war für viele ein schwerer Abschied. Es flossen sogar einige Tränen. Die Teilnehmer haben das Projekt zusammengefasst und Ergebnisse unterstrichen. Der Gegenbesuch ist für den September dieses Jahres vorgesehen. Dieses Projekt wurde vom Deutsch- Polnischen Jugendwerk finanziert.

  

Bericht und Fotos: Grzegorz Wojtaszek


Vereinigung zur Förderung der Europäischen Zusammenarbeit e.V. (VFEZ)

Fröhliche Bürgerbegegnung trotz babylonischen Sprachwirren

Französisch, Niederländisch, Englisch und Deutsch sind die Sprachen, die sonst bei den Bürgerbegegnungen mit den Waldkappeler Partnerstädten zu hören sind. Doch diesmal kam noch Arabisch, Kurdisch und Persisch hinzu. Die Verständigung war aber trotzdem sehr gut. Der Waldkappeler Städtepartnerschaftsverein, die „Vereinigung zur Förderung der Europäischen Zusammenarbeit e.V.“ hatte diesmal zu einem von der EU geförderten Projekt mit dem Titel: „Flüchtlinge und Europa - die neue Herausforderung für die EU“ eingeladen.

In dem Projekt wurden Informationen über die Situation der derzeitigen Flüchtlinge in Waldkappel, der Integration der Heimat-vertriebenen nach dem Krieg in Waldkappel und die 70-jährige Nachkriegsgeschichte über Flucht und Vertreibung von Menschen aus aller Welt im Friedlandmuseum vermittelt. Für die Bürger aus den drei verschwisterten Städten Carhaix (F), Hazerswoude (NL) Waldkappel sollte das Ganze auch als europäische Herausforderung erlebt werden.

Gestartet wurde die Begegnung beim traditionellen Maibaumfällen auf dem Werenfriedplatz vor der Bonifatiussiedlung in Waldkappel. Das Wiedersehen der Freunde aus den Partnerstädten war wie immer sehr herzlich und in der lockeren Atmosphäre der Veranstaltung gleich besonders fröhlich. Auch wurden schon einzelne Kontakte zu den neuen Waldkappeler Mitbürgern geknüpft.

                                                  

Am Vormittag des nächsten Tages wurde gemeinsam mit den Gästen und den Flüchtlingen das Heimkehrer Museum in Friedland besucht. Dort wurde erfahren, dass die gegenwärtige Flüchtlingssituation gar nicht so neu ist. In den letzten 70 Jahren waren ständig Menschen unterwegs. Teils auf der Suche nach ihrem alten oder nach einem neuen Zuhause. Die Ursachen hierfür waren fast immer Kriege. Anschließend wurde Hann. Münden besucht. Beim Picknick und der Fahrt auf der Weser wurde das Kennenlernen der neuen Mitbürger vertieft.

Am nächsten Vormittag wurde in der Karlheinz-Böhm-Schule Waldkappel gemeinsam gekocht. Dabei wurden arabische,
französische, niederländische und deutsche Gerichte zubereitet. Parallel hierzu stellte Cecile Oranje ihr Buch: „Mama es ist Krieg“ vor. In dem Buch wurden sehr eindrucksvoll die Kriegserlebnisse von niederländischen und deutschen Kindern während des zweiten Weltkrieges geschildert. Einige sehr bewegende Passagen wurden den interessierten Gästen vorgetragen. Danach wurde von Herrn Richter vom Waldkappeler Geschichtsverein über den Aufbau der Bonifatiussiedlung in Waldkappel berichtet. Besonders herausgestellt wurde hierbei die Arbeit von Werenfried van Straaten, dem niederländischen Pater, der mit seiner unbeirrbaren Nächstenliebe in Belgien die Menschen überzeugte, Lebensmittel für die hungernden Menschen des ehemaligen Feindes zu spenden. Sein erfolgreiches Wirken brachte ihm den Beinamen „der Speckpater“ ein. Darüber hinaus gründete er den Baugesellenorden, welcher durch aktive Arbeit die Wohnungsnot der Deutschen mit linderte und ganz besonders beim Aufbau der Bonifatiussiedlung in Waldkappel aktiv war. Hier wurde schon Jahre vor der Gründung der EU europäisches Miteinander praktiziert. Der Vormittag fand seinen schönen Ausklang beim „Europaspiel“. In dem fröhlichen Geschicklichkeitswettbewerb der multinationalen Mannschaften wurde locker, aber auch sehr eindrucksvoll gezeigt, dass es weder sprachliche noch kulturelle Probleme gibt, wenn alle ein gemeinsames Ziel haben.
                                        

                                

Die Abschussveranstaltung am Samstagabend begann mit Redebeiträgen von Vertretern der Partnerstädte und Vertretern der Politik aus Waldkappel und der Region. In den Reden wurden nochmal die Risiken und die Chancen der neuen Zuwanderungen aufgezeigt. Es wurde auch im Rückblick auf die in Friedland und beim Vortrag über die Bonifatiussiedlung aufgezeigten Informatio-nen klargestellt, dass vergleichbare Herausforderungen in der Vergangenheit bewältigt wurden. Daraus lässt sich gut die Zuver-sicht ableiten, dass auch das diesmal wieder gelingen wird. Und dies besonders dann, wenn das Ganze als eine europäische Herausforderung verstanden wird. Der weitere Abend verlief dann beim geselligen Beisammensein, der diesmal seinen Abschluss mit arabischen Tänzen fand.

Am Sonntagvormittag hieß es dann Abschiednehmen. Das Wieder-sehen wurde für das nächste Jahr in Hazerswoude (NL) verabredet. Auch einige der neuen Mitbürger haben sich gleich bei ihren neuen Freunden aus Holland zu diesem Besuch angemeldet.

(Fotos und Bericht: VFEZ)





Begegnungen statt Abgrenzung

Seit 25 Jahren blühen Rintelns Städtepartnerschaften mit Slawno und Kendal – und es geht munter weiter



Rinteln/Kendal/Slawno. Rinteln/Kendal/Slawno. Mit den Polen ging es ganz schnell, mit den Engländern dauerte es fast ein Jahr: Vor 25 Jahren wurden die Rintelner Städtepartnerschaften mit Slawno und Kendal formell vertraglich geschlossen. Ein Jahr, in dem Rinteln wegen der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Jugoslawien heftige Bürgerproteste erlebte. Im Jubiläumsjahr wird um die Integration von Flüchtlingen aus dem Vorjahr gestritten. Aber beide Male erwies sich die Weserstadt am Ende als fremdenfreundlich. Die Partnerschaften nach Kendal und Slawno tragen ein bisschen zu diesem guten Klima bei. Aus Fremden wurden Freunde, Tausende haben dies bei gegenseitigen Besuchen bereits erlebt. Und es sollen noch viel mehr werden, auch wenn es in der großen Politik bei zunehmendem Nationalismus nicht danach aussieht. Die Rintelner Städtepartnerschaften bleiben auf Kurs in Richtung Freundschaft statt Vorurteile und Abgrenzung.

Begonnen hat alles schon Ende der achtziger Jahre: Deutschland war bald wiedervereinigt, der „Eiserne Vorhang“ zum Ostblock hob sich langsam, aus einstigen Feinden konnten nun plötzlich Freunde werden. „Bückeburg und der Landkreis waren schon in Frankreich fündig geworden, da mussten wir auch etwas tun“, erinnert sich Rintelns damaliger Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Hoppe. „Doch es sollte für uns eine britische Stadt sein, da wir ja ein sehr gutes Auskommen mit unserem Britischen Militär-Hospital hatten. Und als wir auf der Insel fündig geworden waren, drängte mein Stellvertreter und späterer Nachfolger Karl-Heinz Buchholz darauf, auch in Polen nach einer Partnerstadt zu suchen.“ So fing alles an.

Schon 1989 hatte Hoppe den Ex-Lehrer und späteren Verbindungsoffizier Michael M. Middleton von der Britischen Rheinarmee beauftragt, in Großbritannien eine Partnerstadt zu suchen. Mit Kendal schien alles am besten zu passen. Kendal suchte selbst, hatte schon mehrere Städte zur Auswahl und wollte bald entscheiden. Middleton fing die Konkurrenz auf der Zielgeraden mit dem überzeugenderen Angebot ab.

Im November 1991 wurde in Kendal bereits ein Partnerschaftsverein gegründet, Rinteln hat nach der Ratsneuwahl den Kulturausschuss um die Ressorts Fremdenverkehr und Städtepartnerschaften erweitert. Noch der alte Rat hatte 1991 einen Grundsatzbeschluss zur Aufnahme von Städtepartnerschaften gefasst. Im Dezember 1991 reiste eine Delegation aus Rinteln mit Hoppe, Buchholz, Middleton und Stadtdirektor Heinrich Büthe nach Kendal, sprach dort mit Bürgermeister Bill Stewart, dessen Stellvertreter John Studholme und Stadtdirektor Robert Metcalfe. Damals hatte der dortige Verein schon 60 Mitglieder. Und es gab den Edelweiss-Club, in dem vornehmlich ehemalige deutsche Kriegsgefangene die Traditionen ihrer Heimat pflegten. Fruchtbarer Boden also. Aber erst nach Erledigung vieler Formalitäten kam es im September 1992 zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden, diesmal von Hoppe und dem neuen Bürgermeister Colin Reynolds.

Da waren die Slawnoer schneller. Derk Steggewentz hatte die frühere deutsche Stadt Schlawe in Pommern ausgewählt, denn von dort war er gebürtig. Steggewentz unterhielt noch alte Kontakte, fand aber im jungen Bürgermeister Wojciech Ludwikowski auch einen begeisterten neuen Ansprechpartner.

„Die Stadt gefiel uns nicht so sehr, aber die herrliche Umgebung“, erinnert sich Hoppe, der sich mit seiner Frau Hannelore schon einmal inkognito umgesehen hatte. Beim offiziellen Delegationsbesuch im Januar 1992 ging es dann ganz schnell. „Die Slawnoer hatten schon die Verträge und Urkunden vorbereitet, und am Morgen nach einem fröhlichen Kennenlernabend sollten wir schon unterzeichnen“, erzählt Hoppe. „Dabei hatten wir noch gar keinen Ratsbeschluss. Aber Oppositionsführer Karl-Heinz Buchholz und ich waren uns einig, dass eine Vertagung einen Affront dargestellt hätte.“ Der Ratsbeschluss war dann später auch kein Problem.

Nun musste aber auch die Bevölkerung für das Projekt Städtepartnerschaften gewonnen werden, denn Hoppe hatte schon beim Erstbesuch in Kendal erklärt: „Es soll nicht in erster Linie eine Beziehung zwischen den Räten und und Verwaltungen sein.“ Das galt und gilt genauso für Slawno, wo allerdings bis heute die Stadtverwaltung die Bande nach Rinteln pflegt. In Kendal und Rinteln macht dies jeweils ein Verein, Verwaltung und Politik unterstützen dabei.

Der Rintelner Verein für Städtepartnerschaften wurde am 20. Mai 1992 gegründet, um die formalen Partnerschaften mit Leben zu erfüllen. Hoppe lud dazu ein, hatte schon Kandidaten für den Vorstand, nur ein Vorsitzender fehlte noch. „Da habe ich mich spontan gemeldet und bin es gleich geworden“, erinnert sich Bernhard Priesmeier. Er hatte dieses Amt fünf Jahre inne, dann übernahm Liesa Luchtmeier für 16 Jahre, ehe sie Ende 2012 das Amt weitergab an Dietrich Lange. Priesmeier ist bis heute stellvertretender Vorsitzender.

Seinen Auftrag hat der Partnerschaftsverein seither erfüllt, unermüdlich vor allem durch die beiden Beisitzer Mike Middleton (für Kendal) und Derk Steggewentz (für Slawno). Mit Kendal florierte schon bald ein reger Austausch durch Vereine, Schulen, Kirchen, Lebenshilfe und Politik, der viele langjährige Freundschaften begründete. Sprachprobleme gab es kaum, Kendal, die kulturreiche alte graue Stadt, lockte als Tor zum landschaftlich überaus reizvollen Lake District immer neue Besuchergruppen von der Weser an, und die Kendaler verliebten sich in Rintelns von Fachwerk geprägte Altstadt. Eine Freundschaft auf Augenhöhe von Beginn an, die auch die Schließung des Britischen Militär-Hospitals und später der englischen Prince Rupert School mühelos überlebte. Und Mike Middleton wurde von der Stadt Kendal schon 2012 für seine Verdienste um die Partnerschaft geehrt. Beim Neujahrsempfang der Stadt Rinteln in diesem Jahr bekam er dann vom heutigen Rintelner Bürgermeister Thomas Priemer eine Ehrenurkunde: als Mann der ersten Stunde, als unermüdlicher Motor, als Botschafter Rintelns, und immer ansprechbarer vielseitiger Dienstleister. Priemer: „Er hat maßgeblichen Anteil am Blühen dieser Völkerverbindung.“

Etwas mühsamer ging es mit Slawno weiter. Die Stadt war arm, wesentlich kleiner als Rinteln und musste nach dem Ende des Sozialismus erst den Weg in die neue Zeit finden. Doch Derk Steggewentz ließ nicht locker, seiner alten Heimatstadt zu helfen, fuhr selber gefühlt fast jede Woche die 700 Kilometer Richtung Osten. Er organisierte Hilfsgütertransporte nach Slawno, bahnte wirtschaftliche Kontakte zwischen Firmen an und stiftete unzählige neue Freundschaften. Die Slawnoer dankten es mit überbordender Gastfreundschaft, schickten Musiker und Kulturschaffende an die Weser, zeigten den Rintelnern immer wieder, wie man richtig feiert und die Tanzfläche nie leer werden lässt, ebenso wie die Wodka-Gläser. Bürgermeister Buchholz und seine Mannschaft im Rathaus gaben der Slawnoer Verwaltung immer wieder Hilfe dabei, technologisch voranzukommen und EU-Fördermittel in Brüssel loszueisen. Kein Wunder, dass Steggewentz und Buchholz aus Dankbarkeit von den Slawnoern mit dem höchsten Orden ihrer Stadt, dem Greif, ausgezeichnet wurden. Im Slawnoer Rathaus sind sie seither in einer Ahnengalerie geehrter Persönlichkeiten mit Bild zu sehen. Zwischen beiden Städten ist inzwischen längst eine Partnerschaft auf Augenhöhe erreicht.



                

Musik baut Brücken: Das Jugendblasorchester der Stadt Rinteln           Gemeinschaftlich Kultur schaffen: Der Gospelchor aus Rinteln

spielt 2016 beim Blasmusikfestival zum 700jährigen                          und der K Shoes Choir aus Kendal geben Anfang Oktober

Stadtjubiläum Slawnos. Foto: Lange                                              2016 ein Konzert in einer Kendaler Kirche. Der Gegenbesuch

                                                                                             ist für 2018 geplant. Foto: Lange


Kendal hat nur eine weitere, aber weitaus weniger intensiv gepflegte Städtepartnerschaft nach Irland, Slawno dagegen inzwischen auch Freunde in Ribnitz-Damgarten, in Südtirol, in Tschechien und im südlichen Polen. „Aber mit Rinteln läuft es am besten“, stellten der aktuelle Bürgermeister Dr. Krzysztof Frankenstein und sein Vorgänger Ludwikowski schon wiederholt fest.

Und warum wollte Rinteln nicht mehr Partnerstädte? „Wir haben nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 auch Partnerstädte in der ehemaligen DDR gesucht“, erzählt Hoppe. „Aber bei Glauchau-Meerane blieb es bei einer Verbindung der Kirchengemeinden, Tangermünde entschied sich für Minden und Bad Freienwalde für Bad Pyrmont.“ 2011 gab es eine Anfrage wegen einer weißrussischen Partnerstadt, erinnert sich Liesa Luchtmeier. 2015 erkundigte sich die deutsch-chinesische Gesellschaft Schaumburg mal bei ihrem Nachfolger Lange, wie es denn mit einer Millionenstadt in China wäre. „Eine Nummer zu groß und zu weit weg“, meinte der Vorstand jeweils.

Förderung von sportlichem und kulturellem Austausch sowie wirtschaftlicher Beziehungen stand in der ersten Satzung als Zielsetzung des Partnerschaftsvereins, 1992 erstellt vom stellvertretenden Stadtdirektor Meinhard Wichmann. Das galt mehr als 20 Jahre auch als gemeinnützig, inzwischen sieht es das Finanzamt anders. So wurde 2015 die Satzung geändert: Wirtschaft raus, Förderung von Sport und Kultur im Sinne der Völkerverständigung noch deutlicher rein, und das nun vornehmlich durch Aktionen in Rinteln. Das macht die Reiseförderung ins Ausland schwieriger, erfordert nun mehr Eigeninitiative der zu fördernden Reisegruppen. Aber dafür bekommen jetzt auch Gäste aus den Partnerstädten Zuschüsse aus der Rintelner Vereinskasse. Diese wird durch einen jährlichen Zuschuss der Stadt und die Beiträge der inzwischen mehr als 120 Mitglieder dafür stets wieder aufgefüllt.

Die Städtepartnerschaften haben nicht nur Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen, sondern auch im Stadtbild, vor allem am Kollegienplatz. Dort wurde zum zehnjährigen Bestehen eine von Bildhauer Peter Lechelt geschaffene Steinskulptur „Freundschaftsbande“ enthüllt. Zum 20-jährigen Bestehen pflanzten die Bürgermeister der drei Städte neben der Jakobikirche Bäume. Und gleich daneben hinterließ die Prince Rupert School später eine von Schülern hergestellte Skulptur in Obeliskform. In Kendal gibt es einen Rinteln Square (Platz neben einem Einkaufszentrum) samt einem großen Wandbild aus Kacheln mit Szenen aus Rinteln und Kendal sowie einen Entfernungsanzeiger auf dem Marktplatz. In Slawno erfährt man am Rathaus, dass Rinteln 704 Kilometer entfernt ist (übrigens auch am Rintelner Gymnasium Ernestinum), ein Stadttor der Backsteingotik wurde mit Geldern aus Rinteln saniert, ein Pavillon im Stadtpark von wandernden Handwerksgesellen aus Rinteln errichtet. Urkunden in allen drei Rathäusern weisen auf die Partnerschaften hin.

Das 25-jährige Bestehen soll nun weniger formell, dafür fröhlich mit Kultur und Sport gefeiert werden. Am 8. März um 15 Uhr wird im Erzählcafé des Heimatbunds im Museum Eulenburg von Mike Middleton und Bernhard Priesmeier über 25 Jahre Städtepartnerschaften berichtet. Im Mai feiert eine Rintelner Delegation um Bürgermeister Priemer mit den Slawnoern deren 700-jähriges Stadtjubiläum und 25 Jahre Städtepartnerschaft. Ende Mai ist die Ernestinum Bigband (zeitweise mit Priemer) eine Woche in Kendal und gibt vier Konzerte als Botschafter Rintelns, eines davon mit der Kendal Concert Band im Rathaus. Im August kommt ein Damenfußballteam aus Kendal nach Rinteln, begleitet von einer Delegation des Kendaler Partnerschaftsvereins. Im September will das Blasorchester der Feuerwehr Slawno in Rinteln und beim Erntefest in Möllenbeck aufspielen. Außerdem reisen dann die Vereinigten Chöre Rinteln mit Verstärkung aus anderen Chören zu Konzerten nach Kendal. Ende November ist die Kendaler Behindertenhilfe WOSP wieder beim Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe Rinteln. Und vieles mehr. Selbst für 2018 gibt es schon zahlreiche Einladungen, Planungen und Veranstaltungen.

Mehrere tausend Menschen haben inzwischen die Partnerstädte kennengelernt, Freundschaften haben bei vielen Vorurteile beseitigt. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer Städtepartnerschaften“, stellt Ehrenbürgermeister Hoppe fest. „Das war eine tolle Sache und ist es bis heute.“


Bericht: Dietrich  Lange, Vorsitzender des Rintelner Vereins für Städtepartnerschaften





      Jugendtreffen Friede – Zukunft – Zusammenarbeit

Das Projekt wurde in der Gemeinde Reinschdorf in den Tagen vom 7. bis 12. Juli 2016 durchgeführt. Direkt waren 231 Personen an dem Projekt beteiligt. Die Teilnehmer kamen aus: Neuenstein in Deutschland – 40, Szendehely in Ungarn – 40, Nograd in Ungarn – 40, Andelska Hora in der Tschechischen Republik – 40, Reńska Wieś in Polen – 71. Zusätzlich waren auch Vertreter aus Horka in Deutschland und aus Tarnovci in der Ukraine vertreten.

Am ersten Projekttag wurde eine Umfrage durchgeführt, die das Wissen der Teilnehmer über die Europäische Union, die Tätigkeit des Parlaments und des Europarats bewerten sollte. Ihre Ergebnisse führten zu der Definition der Ziele, die während den Tagen des Austausch erreicht werden sollten.
Das Hauptziel des Projekt war: Steigerung des Bewusstseins, des Wissens. Entwicklung bei den Jungendlichen der Einstellung zur Offenheit und Sensibilität auf die Bedürfnisse anderer Völker, Kenntnis der Präsentation und Befördernug der Idee der EU.


Während der Durchführung des Projektes nahmen die Teilnehmer an Diskussionen zu folgenden Themen teil:

  1. Die Rolle der Jugend im Integrationsprozess der Europäischen Union
  2. Die Rolle der nationalen Minderheiten bei der Entwicklung von "Kleinen-Heimaten"
  3. Die Rolle und Bedeutung der Europäischen Kommission im Prozess der europäischen Integration.

Für den Abschlussakzent sorgte eine Konferenz – zusammenfassung der 15-Jährigen Zusammenarbeit zwischen Reinschdorf und Andelska Hora sowie 10-Jährigen Zusammenarbeit mit Szendehely. Während der Konferenz erhielt der Bürgermeister der ungarischen Gemeinde Szendehely - Aetsach Ignac für seine Verdienste um die Woiwodschaft Oppeln die regionale Auszeichnung „Verdient für Oppelner Schlesien“. Die Auszeichnung wurde durch den Oppelner Marschall erteilt.

In der letzten Phase des Projekts wurden Schlussfolgerungen entwickelt. Auch die Teilnehmer haben Wissen darüber erworben wie die Förderung der Projektergebnisse in den Partnergemeinden aussehen könnte. In der Zusammenfassung wurde darauf gedeutet welch eine grosse Rolle Freiwillige gespielt haben, die aus Nicht-Regierungs-Organisationen und Bildungseinrichtungen stammen. Zum Schluss gab es Interviews mit Journalisten aus dem lokalen Radio und der Presse.
Jeder Teilnehmer erhielt Unterlagen, um das Projekt zu verbreiten. Es wurde ein Fotobuch über die Umsetzung des Projekts veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.renskawies.pl







Spanien und die Europäische Union

 

Beitrag im Rahmen der internationalen Kontakt- und Begegnungswoche vom 23. bis 29.8.2015 in Sinzing (Lkrs. Regensburg)

Übersetzung: Annalena Schmidt (gekürzter Text)

Bild: José Manuel Gonzáles Arruga, Bürgermeister von San Mateo de Gállego (Aragón, Spanien)

Copyright: Verein Europäische Kontakte Sinzing e.V.

Der Verein Europäische Kontakte Sinzing e.V. führte im letzten August mit finanzieller Förderung der EU im Rahmen von dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger ein sehr erfolgreiches Begegnungstreffen mit seinen Partnern aus Frankreich, Spanien und Ungarn durch. Bei dieser Gelegenheit konnte die Gemeinde den Abschluss einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen Sinzing und der spanischen Stadt San Mateo de Gállego feiern. Die Einzelbeiträge finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Sinzing.

Verlinkt finden Sie einen interessanten Aufsatz des Bürgermeisters von San Mateo, der sich mit der aktuellen Lage auseinandersetzt.



EUROPA - 25 Jahre nach Ende des 'Eisernen Vorhangs

Städtetreffen vom 8. bis 12. Oktober 2015 in Nidda


Das Ziel der Veranstaltung war es, das Verständnis für die jüngere europäische Geschichte zu vertiefen und die Vielfalt und kulturellen Unterschiede zu verstehen. Hierzu kamen insgesamt 123 Teilnehmer aus 5 ausländischen Städten und viele Teilnehmer aus der Region und der Partnerstadt aus der ehemaligen DDR zusammen. Ergänzend zur ursprünglichen Planung wurden die Schulen Niddas mit einzelnen Klassen sowie einer Schulklasse aus Crest in das gesamte Programm eingebunden. Das Ziel der Veranstaltung war es, das Verständnis für die jüngere europäische Geschichte zu vertiefen und die Vielfalt und kulturellen Unterschiede zu verstehen. Hierzu kamen insgesamt 123 Teilnehmer aus 5 ausländischen Städten und viele Teilnehmer aus der Region und der Partnerstadt aus der ehemaligen DDR zusammen. Ergänzend zur ursprünglichen Planung wurden die Schulen Niddas mit einzelnen Klassen sowie einer Schulklasse aus Crest in das gesamte Programm eingebunden.

Den ganzen Projektbericht finden Sie auf den Seiten des Verschwisterungsvereins Nidda e.V.




Was nicht mehr passieren darf

Ausstellung – Zwei Künstler aus Wageningen zeigen in Walldorf eine Schau zum Holocaust-Denkmal in Berlin


 

                                  Die Wageninger Künstler Laurens van der Zee und Salman Ezzammoury (von links) eröffneten                                                               ihre Ausstellung „Das Holocaust-Mahnmal und wir“ im Walldorfer Rathaus.  Foto: Sebastian Schwappacher 

Eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Mahnmal in Wort und Bild bieten die Wageninger Künstler Salman Ezzammoury und Laurens van der Zee im Walldorfer Rathaus.

Eindrucksvolle Gedichte und Foto-Malereien aus der Partnerstadt Wageningen sind seit dem Wochenende im Rathaus Walldorf zu sehen. Die Ausstellung „Das Holocaust-Mahnmal und wir“ der niederländischen Künstler Salman Ezzammoury und Laurens van der Zee wirft auf ganz eigene Weise einen Blick auf die industrielle Ermordung der europäischen Juden und deren heutige Wahrnehmung.

In Berlin erinnern seit 2005 mehr als 2700 Stelen an die sechs Millionen jüdischen Toten des Holocaust. Das begehbare Mahnmal auf welligem Untergrund hat Ezzammoury und van der Zee tief beeindruckt und zur künstlerischen Aufarbeitung angeregt. Ezzammourys Bilder spielen mit den geometrischen Formen der Betonsäulen, strahlen in unterschiedlichen Farben und wirken stets etwas entrückt.

Den ganzen Artikel finden Sie hier: http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/moerfelden-walldorf/Was-nicht-mehr-passieren-darf;art1254,6054061

Bei Interesse an der Ausstellungen stellt die Geschäftsstelle gerne den Kontakt zu den Organisatoren her.



Trinationale Bürgerbegegnung zum Projektthema

"Strategien zur Nachhaltigen Entwicklung in der Europäischen Union"

5. 8. September 2014 in der Gemeinde Wagenfeld

Bericht




Partnerschaftskomitee Wassenberg - Europatage 2014



Um auf die Europatage und den Festakt hinzuweisen, wurde in Wassenberg an exponierten Stellen das nebenstehende Plakat aufgehängt. Es wurden insgesamt 250 Exemplare gedruckt.



Am Donnerstag, dem 29. Mai 2014, reisten insgesamt 62 Personen aus Pontorson und 17 aus Highworth zu den diesjährigen Europatagen nach Wassenberg. Zum Festakt erschien zudem eine Delegation aus der Wassenberger Nachbargemeinde Roerdalen/Niederlande. Während der Europatage wurde der 46. Jahrestag der Städtepartnerschaft mit Pontorson/Frankreich und der 4. Jahrestag der Städtepartnerschaft mit Highworth/England gefeiert.


Alle Gäste aus Pontorson und Highworth waren bei Wassenberger Familien untergebracht. Es waren auch Gäste dabei, die noch nie in Wassenberg waren. Zu diesen Gästen gehörte der im März 2014 neu gewählte Bürgermeister aus Pontorson, André Denot. Herr Denot war von dem herzlichen Empfang hier in Wassenberg sehr angetan.

 

Sepp Becker, Präsident der Städtepartnerschaften, begrüßte die Gäste bei einem Stehempfang und führte die Teilnehmer in seiner Ansprache in die beiden Themen der diesjährigen Europatage „Europa hat gewählt“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ein. Er bedankte sich bei der Betty-Reis-Gesamtschule – Europaschule, die im Unterricht Stellwände zu den vorgenannten Themen erstellt hatte. Er wies die Teilnehmer darauf hin, dass es zu diesen Themen Workshops und eine abschließende Ausstellung der Arbeitsergebnisse geben wird. Ganz besonders bedankte sich Sepp Becker bei der Europäischen Kommission, die die Bürgerbegegnung in Wassenberg im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ finanziell unterstützen wird.

 

Das Wassenberger Komitee hatte bei den diesjährigen Europatagen großen Wert darauf gelegt, dass bis auf den Samstagabend die Gäste der Bürgerbegegnung die Abende in den Familien verbrachten. Am Freitag fanden dann in der Betty-Reis-Gesamtschule die unterschiedlichen Workshops zu den Europathemen statt. Da die Gäste aus Pontorson und Highworth die Abende in den Familien verbrachten, konnten dort die Themen weiter erörtert und vertieft werden.


Höhepunkt der Bürgerbegegnung war der Festakt am Samstagmorgen. Vor dem Festakt fand ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kreuzkirche statt, der von der evangelischen Pfarrerin Sabine Frauenhoff durchgeführt wurde. Die musikalische Gestaltung erfolgte, unter der Leitung von Heinz-Peter Küppers, durch die Kirchenchorgemeinschaft St. Georg Wassenberg-Unterstadt und St. Martinus Steinkirchen-Effeld.

 

Nach dem Gottesdienst begann um 10:30 Uhr der Festakt in der Mensa der Betty-Reis-Gesamtschule. Der Bürgermeister von Wassenberg, Manfred Winkens, begrüßte insbesondere die Festrednerin Sabine Verheyen, die wiedergewähltes Mitglied im Europaparlament ist, und die beiden Mitglieder des Bundestages, Norbert Spinrath, der auch Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der EU ist, sowie Wilfried Oellers.


Nach dem Festakt standen die vorgenannten Personen in der Aula der Betty-Reis-Gesamtschule interessierten Teilnehmern zu einer Diskussion über Europathemen zur Verfügung. Auch nahmen einige Mitglieder des Kreistags und des Wassenberger Stadtrats am Festakt teil. Der Festakt wurde musikalisch untermalt durch „Teredo de Musici“, unter der Leitung von Gerard Bijlmakers.

 

Als Redner gingen Bürgermeister Manfred Winkens und André Denot auf die Themen der diesjährigen Europatage ein. André Denot bezeichnete es als Schock, dass die rechte Partei Front National (FN) in Frankreich bei den Europawahlen 25 Prozent erreicht hatte. Die Europaabgeordnete Sabine Verheyen ging in ihrer Festrede auf den Wert von Städtepartnerschaften bei der Verwirklichung eines vereinten Europas ein. Sie hielt ihre Festrede in drei Sprachen. Auch Richard Pearce (Komitee Highworth), Hélène Durant (Komitee Pontorson) und Sepp Becker vertieften in ihren Festreden die Themen. Für die verhinderte Bürgermeisterin von Roerdalen, Monique de Boer-Beerta, war kurzerhand der Beigeordnete Grit Wolfhagen eingesprungen. Er machte in seiner Rede deutlich, wie wichtig berufliche Perspektiven für die Jugend in den Mitgliedsstaaten der EU sind.


Foto Anna Petra Thomas:

Von links: Hélène Durant, André Denot, Sepp Becker, Solange Larivière, MdEP Sabine Verheyen, Manfred Winkens, Patrick Larivière und Richard Pearce



Für sein langjähriges Engagement in der Städtepartnerschaft zwischen Wassenberg und Pontorson bedankte sich die Stadt und das Wassenberger Komitee beim „alten“ Bürgermeister von Pontorson Patrick Larivière und dessen Ehefrau Solange.

 

 

In der Aula der Betty-Reis-Gesamtschule fand sich eine größere Anzahl von Interessierten ein, die das Mitglied des Europaparlaments Sabine Verheyen und die beiden Mitglieder des deutschen Bundestages Wilfried Oellers und Norbert Spinrath zu Europathemen befragen konnten. So wurden die Politiker u.a. zu einer Stellungnahme in Hinblick auf die von der CSU geforderten Autobahnmaut für Ausländer, Mindestlohn in der EU, Erweiterung der EU und zu einer Reflexion des Wahlergebnisses der Europawahl gebeten.

 


Von links: Norbert Spinrath (SPD), Sabine Verheyen (CDU) und Wilfried Oellers (CDU)


Bürgermeister Manfred Winkens hatte bei der Diskussion in der Aula den Part des Gesprächs-leiters übernommen. Kurz nach 13:00 Uhr musste er die Diskussion abbrechen, weil in der Mensa das Büfett für das gemeinsame Mittagessen eröffnet worden war. Die Politiker boten sich aber an, eventuell noch offene Fragen individuell zu beantworten.

Im Anschluss an den Festakt waren alle Teilnehmer zu einem Sektempfang eingeladen. Sepp Becker lud die Teilnehmer ein, sich die Ergebnisse der Workshops, die ihre Arbeiten an Stellwänden präsentierten, anzusehen. In der Aula und in der Mensa waren an Stellwänden die Ergebnisse der Workshops für die Allgemeinheit ausgestellt. Schwerpunktthemen waren natürlich die Wahlen zum Europaparlament und die Gremien der EU, hier insbesondere die Aufgaben des Europaparlaments und der Europäischen Kommission. Aber auch Themen wie die Europäische Zentralbank (ECB) und die Parteien des Europaparlaments und deren Ziele wurden bearbeitet und vorgestellt.

In der Mensa gab es nach der Diskussion auf Einladung der Stadt und des Komitees ein Festessen, zu dem unsere Gäste aus Pontorson und Highworth und die Gastgeberfamilien herzlichst eingeladen waren!

 


Weitere Fotos von den Europatagen finden Sie auf der Homepage des Partnerschaftskomitees unter dem Link www.partnerschaftskomitee-wassenberg.de





Beispiele zum Thema Europawahl

Gemeinde Neu Wulmstorf (NI): Gast aus der Partnerstadt erlebte Wahlen in Neu Wulmstorf

Genauer gesagt half Eszter Végh, so der Name unserer Besucherin, dabei sogar tatkräftig mit.

Angekommen am Freitagnachmittag, wurde Eszter Végh am Hamburger Flughafen begrüßt und in Empfang genommen. Angekommen in Neu Wulmstorf nahm sich Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig trotz des Wahlkampfstress´ gerne die Zeit und begrüßte den Gast persönlich im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens.

Während für den Samstag ein Ausflugsprogramm organisiert wurde, das Frau Végh, die bislang noch nicht im Norden Deutschlands gewesen ist, nach Hamburg, incl. der obligatorischen Stadt- und Hafenrundfahrt, führte, stand der Sonntag ganz und ausschließlich im Zeichen der Gemeinde. Neben einer Fahrt durch das Gemeindegebiet besuchte sie gemeinsam mit Gemeindewahlleiter Jörg Schröder einige Wahllokale. So bekam sie einen Eindruck zum Ablauf der Wahl in den Wahllokalen, der sich zu den Wahlabläufen in ihrer Heimat Ungarn kaum unterscheidet.

Pünktlich zu 18 Uhr im Rathaus konnte unser Gast aus Nyergesújfalu die Spannung miterleben, die mit dem Eintreffen der Wahlergebnisse einherging. Doch nicht nur das – sie half daneben tatkräftig mit, die von den Wahlvorständen in das Rathaus gebrachten Wahlunterlagen anzunehmen und einer ersten Prüfung zu unterziehen. Nachdem diese Arbeit erledigt war, begab sich Frau Végh auf die stattfindenden Wahlparties im Kartoffelhaus "papas" und lernte auf diesen eine Reihe von Einwohnern kennen.

Nach einer kurzen Nacht hieß es aufgrund des Rückfluges am Montag dann „früh aufstehen und Abfahrt zum Flughafen“.

Eszter Végh: „Ich freue mich sehr, das erste Mal in Neu Wulmstorf gewesen zu sein. Ich habe eine Reihe von positiven Eindrücken gesammelt und viele nette Menschen getroffen und kennen gelernt. Beeindruckt hat mich die Organisation der stattgefundenen Wahlen. Dafür war sicherlich eine ganze Menge vorzubereiten. Ebenso positiv ist mir der faire Umgang der beiden Kandidaten aufgefallen. Ich grüße alle Neu Wulmstorfer ganz herzlich und freue mich auf ein Wiedersehen in Nyergesújfalu oder hier in Neu Wulmstorf.“


(nw/mk)
Pressemitteilung vom 25. Mai 2014


Markt Hirschaid:

EUROPA 2013 – Bürger begegnen sich für „EIN“ Europa
in Freundschaft, Unionsbürger begrüßen gemeinsam ihre Freunde aus Polen und besiegeln die Partnerschaft

Unter diesem Thema stand das gemeinsam begangene Wochenende. Aus Freunden wurden nun offizielle Partner. Am Freitagnachmittag, 11.10.2013 gegen 16.00 Uhr konnte Erster Bürgermeister Andreas Schlund mit Gemeindevertretern die Gäste aus Ivančna Gorica (Slowenien), mit denen bereits seit 1999 eine Gemeindepartnerschaft sowie der Gemeinde Leschnitz (Schlesien/Polen) und der Gemeinde Eppan (Südtirol/Italien) begrüßen. Dabei ging Bürgermeister Schlund auch auf die „Zusammenführung alter und neuer EU-Länder“ ein und beleuchtete die Bedeutung der Gemeindepartnerschaften auf verschiedenen Ebenen für den europäischen Integrationsprozess. Nach einem Fachbeitrag um 17.30 Uhr mit integriertem Austausch und Diskussion zum Thema „Grenzenlose Kunst - interkultureller Austausch als Bindeglied zwischen Menschen“ und gemeinsamen Abendessen fand am Abend um 19.30 Uhr der erste Höhepunkt des Wochenendes mit der Eröffnung
einer internationalen Kunstausstellung im Hirschaider Rathaus statt. Zur Begrüßung und zu Ehren der Gäste wurde durch
die Böllerschützen des Schützenverein „Hubertus 70“ Sassanfahrt Salut geschossen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung
durch die „Hirschaider Saitenmusik“. Die ausstellende Künstlerin aus Hirschaid, Siegrid Schramm sowie die beiden Künstler aus Slowenien, die Malerin Mateja Perpar und der Maler France Slana wurden durch die Bürgermeister aus den Partnergemeinden willkommen geheißen. Einen wunderbaren Ausklang fand der Abend um 21 Uhr im Rahmen einer Besichtigung der heimischen Destillerie beim Agrarbetrieb Fleischmann in der Nürnberger Straße. Gemeindepartnerschaften lassen so die Offenheit wachsen und fördern sie. Deshalb sind Partnerschaften so bedeutend für die europäische Integration und sind zugleich eines der wichtigsten Elemente der Völkerverständigung in Europa. Sie bereichern uns kulturell, sprachlich und vor allem persönlich. Dies geschieht meistens auf der untersten Ebene in den Stadt- und Gemeinderäten, die vor Ort partnerschaftliche Beziehungen fördern und beleben können. Und wir vor Ort können dazu beitragen, dass die oft unverständliche europäische Politik für die Menschen transparenter und nachvollziehbarer wird.


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50 Jahre Elysee-Vertrag

Deutsch-französisches Straßenfest in der St. Omer-Straße

Detmold. Henri Godart vom Städtepartnerschaftskomitee aus Saint-Omer strahlte mit der Sonne am blauen Himmel um die Wette, denn seine Idee war Wirklichkeit geworden: ein Straßenfest mit Bürgerinnen und Bürgern aus Saint-Omer und den Anwohnerinnen und Anwohnern der Detmolder St. Omer-Straße. Eine rund 30-köpfige Bürgerdelegation aus Detmolds ältester Partnerstadt Saint-Omer weilte für drei Tage in Detmold und wurde herzlich empfangen von den Anliegern, die nicht lange fackelten und die Idee von Henri Godart gemeinsam mit dem Team Städtepartnerschaften der Stadt Detmold in die Tat umsetzten. Mit dem gemeinsamen erfolgreichen Straßenfest, das finanziell auch durch das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt wurde, erlebten die Detmolder Veranstaltungen aus Anlass des 50sten Jubiläums der Elysee-Verträge einen ihrer Höhepunkte.

                      

Straßenfest: Henri Godard (Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitee in Saint Omer), Bürgermeister Bruno Magnier (Saint Omer), Bürgermeister Rainer Heller, Ingeborg Godard (Städtepartnerschaftskomitee Saint Omer) und Andrea Langhans (Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Detmold)

Fotonachweis: Stadt Detmold

                     

Straßenfest von links: Henri Godard (Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitee in St. Omer), Bürgermeister Rainer Heller, Roger Winock, Michel Blarel und Pierre Rousseau (alle 3 von der Confrérie du chou-fleur St. Omer). Fotonachweis: Stadt Detmold

Charles de Gaulle und Konrad Adenauer hatten mit ihren historischen Unterschriften im Januar 1963 ein neues Zeitalter der deutsch-französischen Freundschaft angestoßen. Es folgten viele Städtepartnerschaften, und die haben bis heute eine wichtige Funktion: „Sie bringen die Menschen zusammen und sind die Keimzellen eines friedlichen Europas“, waren sich die beiden Bürgermeister Rainer Heller und Bruno Magnier einig. Was 1963 noch nicht vorstellbar war, konnten die gut 160 Gäste des Straßenfestes live erleben. Mit musikalischer Unterstützung der Johannes-Brahms-Schule, des Philharmonischen Chores und des Deutsch-Griechischen Freundeskreises wurde neben musikalischen Darbietungen gemeinsam gesungen, getanzt und fröhlich gefeiert. Ein herzliches „Merci beaucoup!“ und „Danke schön!“ aller Beteiligten ging an die Organisatoren um Siegfried Franke, Cornelia und Ralf Esskuchen, Dr. Dirk-Theodor Schraeder  von der Anwohnerschaft und Astrid Illers vom Team Städtepartnerschaften. Mehr Informationen und Bilder zu den deutsch-französischen Feierlichkeiten gibt es auch unter www.detmold.de