Romrod  

In Romrod auf der Suche nach der richtigen Förderung

25.04.2013 - ROMROD

Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg und Referentin Anna Noddeland, die über Fördermöglichkeiten informierte.

Foto: privat


(red). Die Politik auf europäischer Ebene wird aktuell von den Finanzproblemen einiger Partnerländer beherrscht. Diese Thematik aber spielte für die 35 Teilnehmer eines Förderseminars im Bürgerhaus der Stadt Romrod in dieser Form keine Rolle. Das Seminar wurde in Kooperation der Stadt Romrod mit dem Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) in Hürth durchgeführt.

Den Teilnehmern, überwiegend aus der Region Nord- und Osthessen, ging es bei der Veranstaltung nicht um die globale europäische Finanzsituation. Ihnen ging es stattdessen um die Basisarbeit und somit um die Festigung bestehender oder zukünftiger Partnerschaften durch internationale Begegnungen auf europäischer Ebene. Was allerdings auch mit einem finanziellen Aufwand verbunden ist.

Nur selten sind die Kommunen oder Partnerschaftsvereine sowie Schulen in der Lage, diese Projekte finanziell zu tragen. Daher hat es sich das IPZ zur Aufgabe gemacht, alle bekannten und verfügbaren Fördermöglichkeiten zusammenzustellen und diese im Rahmen von Seminaren mit Vertretern von Kommunen, Partnerschaftsvereinen und Schulen im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen zu erörtern.

Diese Fachtagung mit dem Thema „Internationale Begegnungen, Europaprojekte und Förderungen 2013/2014“ wurde von der IPZ-Geschäftsführerin Anna Noddeland geleitet. Zuvor wurden die Teilnehmer von Romrods Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg im Bürgerhaus begrüßt. Die Rathauschefin gab einen kurzen Überblick über die partnerschaftlichen Aktivitäten mit der französischen Gemeinde La Coquille.

Noddeland gab im Anschluss einen Überblick über insgesamt mehr als 70 europäische und nationale Stiftungsfördertöpfe. Diese stehen auf insgesamt fünf Förderebenen zur Verfügung. Es sind dies die lokale Ebene, zum Beispiel Landkreis und Kommune. Die nächste Ebene ist das Land mit seinen verschiedensten Institutionen. Auf Bundesebene stehen das Auswärtige Amt, die verschiedenen Jugendwerke sowie unter anderem Sondermittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes zur Verfügung. Als vierte Ebene stehen Finanzmittel der EU aus dem bis 2014 laufenden Programm zur Verfügung und die fünfte Ebene sind Stiftungen.

Detailliert ging Noddeland dabei auf das für die meisten Besucher besonders relevante Förderprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (EfBB) der Europäischen Union ein. Ein Programm, das in der jetzigen Form im kommenden Jahr ausläuft. Mit Spannung werden beim IPZ, den Vereinen sowie den Kommunen die für Mai oder Juni angekündigte Vorstellung des neuen Förderprogramms und dessen Inhalte erwartet.


Sonntag, 28. April 2013 15:41 Uhr
URL: http://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/romrod/13033437.htm

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