Trauer um Gert Hammer



Gert Hammer
 † 19.02.2013

Hürth. Das Institut für europäische Partnerschaft und internationale Zusammenarbeit (IPZ) trauert um Gert Hammer.


Gert Hammer ist am 19. Februar 2013 im Alter von 71 Jahren in Königswinter verstorben. Er war von 1989 bis 1994 Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW), dem er zuvor fünf Jahre als stellvertretender Generalsekretär gedient hatte. In seine Amtszeit fielen die Integration der Jugendlichen aus den neuen Bundesländern in die Begegnungsprogramme und die Erweiterung der DFJW-Angebote auf Zentral- und Osteuropa. Nach seinem Ausscheiden aus den Diensten des DFJW war Hammer unter anderem Beauftragter des Berliner Senats für Europafragen.

Der Politikwissenschaftler Gert Hammer stammte aus Mainz. Von 1970 bis 1983 arbeitete er in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Bonn, zuletzt als Abteilungsleiter Innenpolitik. Er war maßgeblich an der Gründung der IPZ-Vorgängerorganisation Arbeitsgemeinschaft Internationale Partnerschaft (AIP) im Jahre 1982 und des Instituts für europäische Partnerschaft und internationale Zusammenarbeit (IPZ) im Jahre1990 beteiligt. Von 1994 bis 2000 war er stellvertretender Vorsitzender des IPZ.

Noch am 22. Januar 2013 referierte er für das IPZ in Geilenkirchen anlässlich des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrags über seine Erfahrungen und Mitwirkungen in der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Seinen Bericht über die Entstehung des Vertrages wurde in der IPZ-Zeitung Europa Aktuell - Partnerschaftsnews Nummer 79 Ende Januar veröffentlicht.

Gert Hammer hinterlässt seine Frau und eine erwachsene Tochter. In Königswinter, wo er seit den Achtzigerjahren im Stadtteil Rauschendorf lebte, war er Vorsitzender der Senioren-Union.

IPZ-Vorsitzender Dr. Christoph Müllerleile würdigte den Verstorbenen als leidenschaftlichen Europäer, dessen Rat und Zuspruch in Zeiten des Zweifels an der europäischen Orientierung Deutschlands besonders wichtig war und auch in Zukunft von besonderer Bedeutung gewesen wäre. „Er ist allzu früh von uns gegangen“, meinte Müllerleile. „Das IPZ hat ihm viel zu verdanken und hätte gerne noch lange mit ihm zusammengearbeitet.“