Aktuelles


Die Reihe "Zukunftsfähigkeit der Partnerschaftsarbeit" geht in die nächste Runde

Ein Zeichen für den Frieden setzen und das Engagement für die Völkerverständigung stärken – das waren jahrzehntelang die Ziele der Städtepartnerschaften. Probleme wie Populismus, Europamüdigkeit, Vorurteile und fehlende Unterstützer prägen derzeit verstärkt die Partnerschaften. Deshalb ist die Frage: Welchen Zweck erfüllen die Partnerschaften heute und wie soll dies in der Zukunft sein? Wie motivieren wir Menschen bei der Partnerschaftsbewegung mitzumachen? Welche Projekte sind in der globalisierten Welt zeitgemäß? Welche Erwartungen haben wir an unseren Partner und sie an uns?

 




Fotos von der Zukunftsfähigkeitstagung in Neuss (NRW) am 28. Februar 2018

Copyright: IPZ 2018





Fotos von Zukunftsfähigkeitstagung in Hofheim (HE) am 19. April 2018

Copyright: IPZ 2018


Wir wollen uns den Herausforderungen der Multiplikatoren in Vereinen und Kommunen widmen. Deshalb laden wir Sie zu den folgenden Tagungen "Zukunftsfähigkeit der Partnerschaftsarbeit" ein:

- 28. Juni 2018 in Backnang (BW)

und am

- 5. Juli 2018 in Fürstenfeldbruck (BY).


Die Einladungen finden Sie auf unsere Internetseite unter "Unsere Termine"



Erstes Seminar "Internationale Projekte mit Jugendlichen - Förderung" fand in Staufenberg statt


Foto: Anna Noddeland, IPZ

Pressebericht: Gießener Zeitung, 07.12.2017

Jugendbegegnungen erfolgreich finanzieren

Wie internationale Jugendprojekte erfolgreich über EU-Förderprogramme finanziert werden können und welche Angebote es rund um Europa in der Region gibt, haben Vertreter von Kommunen und Schulen bei einem Seminar in Staufenberg erfahren. Der Einladung des EU-Informationszentrums Gießen und des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) folgten rund 25 Teilnehmer aus acht verschiedenen Landkreisen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Peter Gefeller stellte Christian Lemmer zunächst das EU-Informationszentrum Gießen vor: Das kurz »EDIC« genannte Bürgerinformationsbüro ist beim Regierungspräsidium am Landgraf-Philipp-Platz in Gießen angesiedelt.

»Wir beantworten hier Fragen rund um die Europäische Union, vermitteln Ansprechpartner und stellen kostenfrei Informationsbroschüren und Unterrichtsmaterial zu diversen Themen und für unterschiedliche Altersgruppen zur Verfügung«, berichtete der EDIC-Leiter. Außerdem werden mehrmals im Jahr Fach- und Diskussionsveranstaltungen in ganz Mittelhessen organisiert und begleitet, wie er in seiner Präsentation zeigte.

Anna Noddeland und Marijke Mulder vom IPZ stiegen tief in die Fördermaterie ein. Bei der Suche nach potenziellen Förderern sollten mehrere Ebenen in den Blick genommen werden, neben der EU- auch die lokale, die Stiftungs-, die Landes- und die Bundesebene. Wichtig sei es hierbei, keine Doppelförderung herbeizuführen.

Wer Beratungsbedarf in Förderfragen hat, kann sich an das EU-Informationszentrum beim Regierungspräsidium Gießen (Telefon: 06 41/303-33 44; E-Mail: eu-infozentrum@rpgi.hessen.de) wenden.

Die Tagung fand in Kooperation mit dem EU-Informationszentrum Gießen statt


Mitgliederversammlung 2017

Foto: Robert Wagner, IPZ

Am 24.11.2017 fand die diesjährige Mitgliederversammlung in Wetzlar statt. Anschließend wurde mit die 35jährige Vereinsgeschichte mit einem Glas Sekt gefeiert.


Aufruf

Wir sammeln Ideen für den USP (unique selling point / das Alleinstellungsmerkmal) der Städtepartnerschaften. Wir freuen uns über Beiträge per Email (info@ipz-europa.de)


Frankreich und Deutschland nach den Wahlen - Nürnberg, 19.10.2017

       

Fotos: IPZ, 2017

Fesselnde Vorträge und abwechslungsreiche Diskussionen prägten die Tagung zu Deutschland und Frankreich nach den Wahlen in Nürnberg mit 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir danken der Stadt Nürnberg, Dr. Claus W. Schäfer und Pierre Robion für tolle Beiträge.

Was will Macron? Was braucht Frankreich? Was kann Deutschland bieten? Wie wird Merkel kontern? Einige Zukunftsvarianten und Hintergründe der deutsch-französischen Beziehungen wurden angerissen - sowohl im städtepartnerschaftlichen als auch im europäischen Kontext.

Die lebendigen Disskussionen, auch über den Zuwachs an Hürden für die Durchführung von Schüleraustauschprojekten, zeigten, dass einen Erfahrungsaustausch der Praktiker notwendig ist. Pierre Robion, Stellvertretender Generalkonsul der Republik Frankreich in München, konnte erfreulicherweise berichten, dass Emmanuel Macron zahlreiche Reformen diesbezüglich in die Wege geleitet hat und den bilingualen Unterricht wieder unterstützt. Zudem schilderte Pierre Robion die Pläne Macrons für Europas Zukunft. Spannend wird nun sein, ob und wie Deutschland diese Ideen mitträgt.

Dr. Claus W. Schäfer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg schilderte eindrucksvoll, wie der Wahlkampf in Frankreich verlaufen ist, welche Themen dominierten und wie dies historisch einzuordnen ist. Dass mit Emmanuel Macron ein Mann an die Regierungsspitze gekommen ist, der für das moderne Frankreich wirbt und die Macht Frankreichs verdeutlichen will, wurde anhand Bilder und Szenerien gezeigt.


Zukunftsfähigkeit der Partnerschaften - Fachtagung am 11.10.2017 in Weingarten

Foto: Wolfgang Kunert, IPZ / PWP Kunert & Kunert

Insgesamt 31 kommunale Vertreterinnen und Vertreter oder Mitglieder von Partnerschaftsvereinen waren im Rathaus der Stadt Weingarten im Kreis Ravensburg zum Netzwerktreffen zusammengekommen, um über die „Zukunftsfähigkeit der Städtepartnerschaften“ zu diskutieren. In Kooperation mit der Stadt und dem IPZ, vertreten durch den IPZ-Referenten Wolfgang Kunert, suchten die Teilnehmer neue Wege in der Partnerschaftsarbeit. Jahrzehntelang wurde durch die Städtepartnerschaften ein Zeichen für den Frieden gesetzt und das Engagement für die Völkerverständigung in Europa gestärkt. Doch in großen Teilen Europas sind diese partnerschaftlichen Verbindungen ins Stocken geraten. Worte wie Populismus, Europamüdigkeit, Vorurteile und fehlende Unterstützer prägen derzeit verstärkt die Partnerschaften im negativen Sinn.

Daher stellt sich für viele die Frage: Welchen Zweck erfüllen die Partnerschaften heute und wie soll dies in der Zukunft sein? Wie motivieren wir Menschen bei der Partnerschaftsbewegung mitzumachen? Welche Projekte sind in der globalisierten Welt zeitgemäß? Welche Erwartungen haben wir an unseren Partner und sie an uns?

Fragen, auf die bei dem Netzwerktreffen unmittelbar keine konkreten Antworten oder Hilfestellungen gefunden wurden. Während man untereinander die verschiedensten eigenen Maßnahmen zur Belebung der Partnerschaft und der Einbindung von jüngeren Menschen vorstellte und diskutierte, wurde zum Ende des regen Austauschs eines erkannt: Wenn man die Möglichkeit hat, über den eigenen Tellerrand zu schauen, findet man in der Nachbarschaft Personen, die die eine oder andere Lösung gefunden haben oder aber zumindest umsetzen wollen. Auch in der Runde der Anwesenden wurde eines deutlich, dass man gemeinsam wahrscheinlich mehr erreichen kann. Daher wurde aus den Reihen der Teilnehmer der Vorschlag gemacht und aufgenommen, ein regionales Netzwerk zu bilden, um gemeinsam Wege zu finden junge Menschen in die Partnerschaftsarbeit einzubinden und dafür zu interessieren. Ebenso sollen mit diesem Netzwerk nicht nur derartige Vorschläge regional zugänglich gemacht werden, sondern es sollen auch Vorschläge für Projekte im Rahmen der Partnerschaftsbesuche dargestellt werden. Auch die engere Zusammenarbeit bei der Ausrichtung von Partnerschaftstreffen soll mit einem derartigen Netzwerk gefördert werden. Mit dem Austausch der E-Mail-Adressen und persönlicher Kontaktdaten wurde die Realisierung eines solchen regionalen Netzwerkes als Ideenbörse unmittelbar nach Schluss der Veranstaltung umgesetzt. Ein Ergebnis welches zu Beginn der Veranstaltung nicht zu erwarten war, und gleichzeitig aufzeigt, wie erfolgreich derartige Veranstaltungen bei der miteinander geredet und diskutiert wird sein können.



Trauer um Hans-Dieter Endeward

 

Hans-Dieter Endeward

† 12.04.2017

Das Institut für europäische Partnerschaft und internationale Zusammenarbeit (IPZ) trauert um Hans-Dieter Endeward.

Hans-Dieter Endeward ist am 12. April 2017 mit 70 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Er war von 1994 bis 2014 Beisitzer im Vorstand des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ), von 2014 bis 2016 kooptiertes Vorstandsmitglied. Er hat das IPZ im Norden der Bundesrepublik vertreten und sich stets für Völkerverständigung und internationale Kontakte eingesetzt.

Hans-Dieter Endeward kam aus der Gemeinde Barsbüttel bei Hamburg und hat seit 1982 durch einen Verein zusammen mit der Gemeinde die Partnerschaftsarbeit mit den vier Partnergemeinden in Guipavas (Frankreich), Graal-Müritz (D), Keila (Estland) und Callington (Großbritannien). Acht Jahre hatte er den Vorsitz im Verein inne. Seine besondere Vorliebe galt seit seiner Arbeit als Jugendlicher in deutsch-französischen Ferienlagern Frankreich, daher kümmerte er sich speziell um die Kontakte dorthin.

Institutsleiterin Anna Noddeland würdigt den Verstorbenen als leidenschaftlichen Europäer und Frankreichfreund, der mit Enthusiasmus, Erfahrung und Ideen stets hilfsbereit und engagiert war.



Bericht: Die Entwicklung des politischen Islam

Im Rahmen ihres Praktikums beim IPZ hat Tamara Ögün einen Bericht über die Entwicklung des politischen Islam geschrieben.  Tamara Ögün studiert Islamwissenschaften an der Universität zu Köln und absolviert im Frühjahr 2017 beim IPZ ein Praktikum.

Den Bericht können Sie hier lesen.


 

© Stadt Aalen

Nur wenig Personal zur Pflege der Städtepartnerschaften

Fachtagung im Aalener Rathaus zu deutsch-französischen Partnerschaften behandelt auch Wahlen in Europa


Aalen sz. Für die Pflege der Städtepartnerschaften in Württemberg gibt es häufig nicht genügend Personal. Denn zuständige Mitarbeiter in den Kommunen haben dafür nur wenig Ressourcen, und in den Partnerschaftsvereinen und -kommitees fehlt es an Nachwuchs. Das war ein wichtiges Fazit, das die Anwesenden am Donnerstagnachmittag im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Aalen gezogen haben. Dort trafen sich 36 Vertreter von Kommunen und Vereinen aus der Region zur Fachtagung „Deutsch-Französische Partnerschaften im Wahljahr 2017“.

Die Stadt Aalen hatte zu dieser Tagung eingeladen, in Kooperation und unter Federführung des „Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V.“. Thema waren unter anderem auch die „Schicksalswahlen für Europa“, zu denen der Generalkonsul des Französischen Generalkonsulats in Stuttgart, Nicolas Eybalin, referierte und anschließend Fragen der Teilnehmer beantwortete.

„Austausche sind ein Selbstläufer“

„Man merkt, dass große Unsicherheit existiert, wie sie die Wahlen in Europa einordnen sollen“, lautete ein erstes Fazit von Anna Noddeland, Institutsleiterin des Veranstalters, die damit unter anderem den politischen Rechtsruck meinte. „Wir wollen hier besprechen, woher die neuerliche antieuropäische und antielitäre Haltung kommt.“

Schließlich stellten Sandra Bertele und Renate Hemlep vom Städtepartnerschaftsverein Aalen die Städtepartnerschaft zu Saint Lô vor. Nächstes Jahr feiert Aalen 40 Jahre Partnerschaft mit der französischen Stadt. Hemlep erinnerte an die ersten Annäherungen und die Vertragsschließung bei den Reichsstädter Tagen 1978 und erläuterte die vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten der beiden Städte. Heute besuchen sich regelmäßig nicht nur die offiziellen Vertreter der Städte gegenseitig, sondern beispielsweise auch Schüler und Vereine, Musiker, Künstler, Kirchenvertreter und bestimmte Berufsgruppen wie etwa die Landwirte.

Schwierig sei es aber, junge Leute für eine Mitarbeit im Verein zu begeistern, gab Hemlep auf Nachfrage zu. Zwar seien die Treffen und Austausche ein Selbstläufer, doch der „Altersschnitt im Verein liegt eher im oberen Bereich“. Dieses Problem bestätigten zahlreiche Teilnehmer.

Anselm Grupp, Pressesprecher in Ellwangen, forderte deshalb neue Foren und Möglichkeiten, um die Jugendlichen zu erreichen. „Es gibt eine Tendenz, sich nicht mehr binden zu wollen“, bestätigte Noddeland. „Der Trend geht deshalb zur Projektarbeit statt einer Vereinszugehörigkeit, wo man sich binden muss.“ Sie riet außerdem zu einem Jugendkomitee oder einem extra Ansprechpartner für die Jugend in den Vereinen.


Pressebericht: Schwäbische Zeitung, 31.03.2017 (Jasmin Amend)


Den kompletten Bericht des IPZ zu der Tagung "Deutsch-Französische Partnerschaften im Wahljahr 2017" am 30. März 2017 im Rathaus der Stadt Aalen (BW) können Sie hier lesen.



IPZ-Europapreis an Bergkamen übergeben – Bürgerreise in die Türkei gut nachgefragt

10. März 2017

Für das Projekt „Europa / Bergkamen – Dekaden der Freundschaft“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Bergkamen hat am Donnerstag in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses das Vorstandsmitglied des Institutes für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) Josef Poqué den IPZ-Europapreis mit Urkunde an Bürgermeister Roland Schäfer übergeben.


IPZ-Vorstandsmitglied Josef Poqué (3. v. r.) überreicht den Europapreis an Bürgermeister Roland Schäfer.

Sicher kann Josef Poqué sein, dass Bergkamen bei der Pflege seiner Beziehungen zu den Partnerstädten nicht nachlassen wird. So gibt es trotz aller aktuellen Verwicklungen und Irritation auf oberster politischer Ebene bereits 30 Anmeldungen für die Bürgerreise zur türkischen Partnerstadt Silifke im Herbst. Freie Plätze gebe es aber auch noch, betonte am Donnerstag Bürgermeister Roland Schäfer. 

Josef Poqué hatte am Donnerstag nochmals die zahlreichen Aktivitäten zur Stärkung des Europa-Gedankens während des Jubiläumswochenendes gewürdigt. Ausdrücklich beglückwünschte er die Stadt für die hohe Förderung des Projekts durch die EU mit 14.500 Euro.


Quelle: Bergkamen Info-Blog,  http://bergkamen-infoblog.de/ipz-europapreis-an-bergkamen-uebergeben-buergerreise-in-die-tuerkei-gut-nachgefragt/



Gemeinsam in Partnerschaften an der Zukunft Europas festhalten

IPZ-Netzwerktreffen in Frankfurt am Main – Anschaulich praktizierten Schüleraustausch und Betriebspraktika dargestellt


Auch in diesem Jahr setzt das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) in Hürth seine bis dato erfolgreiche Reihe der Netzwerktreffen fort. Der Startschuss für 2017 fiel Mitte Januar in Frankfurt am Main. Insgesamt 36 Vertreterinnen und Vertreter von umliegenden Schulen jeglicher Form konnten IPZ-Geschäftsführerin Anna Noddeland und der freie IPZ-Mitarbeiter Wolfgang Kunert im Rathaus am Römer begrüßen.

                          

Schon in den ersten Ausführungen von Eduard Hechler, Referatsleiter „Internationale Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main“, war erkennbar, dass in dieser Metropole nicht nur der europäische und internationale Finanzmarkt angesiedelt ist. Hechlers Darstellungen gaben umfassende und interessante Einblicke in die Partnerschaftsarbeit der Stadt. Deutlich wurde dabei, dass in Frankfurt durch Partnerschaften an der Zukunft Europas festgehalten und gelebt wird – auch in enger Zusammenarbeit mit den Schulen. Wobei der Referatsleiter nicht umhin kam darzustellen, dass es durchaus den einen oder anderen Stolperstein innerhalb der europäischen Partnerschaften der Stadt gibt. Anlass hierfür sei in den meisten Fällen die Politik sowohl innerhalb der Partnerstädte als auch in dem jeweiligen Land. Die Mainmetropole unterhält insgesamt 17 Partnerschaften. Davon sind acht Städte mit Birmingham (England), Budapest (Ungarn), Deul-La-Barre und Lyon (Frankreich), Eskişehir (Türkei), Mailand (Italien, Prag (Tschechische Republik) und Tel Aviv (Israel) im europäischen Raum zu finden. Neben zwei innerdeutschen Partnerschaften unterhält Frankfurt am Main auch noch partnerschaftliche Beziehungen zu Metropolen in China, USA, den Vereinigten Emiraten sowie in Japan.

Aufmerksame Zuhörer fand Hechler bei den Seminarteilnehmern, als er mit seinen Ausführungen zum Ausdruck brachte, dass gerade die Partnerschaften innerhalb des europäischen Raumes auch auf Schulebene reichlich interessante und lehreiche Gelegenheiten zum kulturellen oder gesellschaftlichen Austausch beinhalten. Die Stadt sei besonders in den aktuellen politischen Diskussionen innerhalb Europas bemüht, die bisherigen partnerschaftlichen Beziehungen nicht nur weiterhin zu pflegen, sondern auch zu intensivieren. Auch wenn dies aufgrund vielfältiger Probleme nicht immer ganz einfach sei, so der Referatsleiter. Städtepartnerschaften leben vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Austauschprogramme von Schulen und Vereinen auf Gegenseitigkeit werden deshalb von der Stadt Frankfurt am Main finanziell unterstützt.

Das Engagement der Rhein-Main-Metropole sei Beispiel gebend und dokumentiere auch den Hintergrund der Veranstaltung im Frankfurter Römer, so Anna Noddeland. Wachsende Europaskepsis und der erhöhte Bedarf an Europaprojekten in den Schulen beinhalten neue Herausforderungen auf allen Eben der Gesellschaft. Diesen stelle sich das IPZ zum Beispiel mit Veranstaltungen wie der im Frankfurter Rathaus oder auch in anderen Kommunen. Dabei machte Noddeland deutlich, dass interkulturelle Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt an Bedeutung gewinnen. Auch deshalb ist es wichtig Schulpartnerschaften mit in diese Entwicklung und Thematik einzubinden. So könne man Menschen in jungen Jahren Europa und seine Chancen näherbringen.

Ein Instrument dafür sei unter anderen das nationale „Excellence-Netzwerk“ von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-EC). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen, berichtet Dr. Ute Lembeck – Fachbereichsleiterin an der Frankfurter Gesamtschule Am Ried. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder.

MINT-EC stelle ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen zur Verfügung. Der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e. V. (abgekürzt MINT-EC) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, führte Lembeck weiter aus und leitete damit zu Darstellung der Aktivitäten Frankfurter Schulen über. Das erste Beispiel war der Schüleraustausch, der 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 zu Betriebspraktiken nach Birmingham in England führte. Diese 20 Schüler werden zum Beispiel in Kindertagesstätten, in der Gastronomie oder auch im zoologischen Bereich eingesetzt. Man sei ebenso dabei, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. So sei die Schule am Ried dabei ein bilinguales EU-Seminar mit einer polnischen Schule aufzustellen. Schüleraustausche finden mit einer französischen Schule in Lyon/Givors statt und ab 2017 auch mit der Lehreinrichtung im italienischen Ort Liceo Nervi Ferrari. Außerhalb Europas pflegt die Schule noch Verbindungen mit Yokohama (Japan) und ganz neu mit Philadelphia (USA), hier findet einen Austausch in Verbindung mit einem Schulpraktikum statt.

In der sich anschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass erfolgreiche Schulprojekte ein hohes Maß an Engagement der Betreuer bedeutet, die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler ein hohes Maß an Engagement der Betreuer bedeutet. Noddeland führte abschließend aus, dass es wichtig sei die Arbeit für eine Partnerschaft auf so viele Schultern wie möglich zu verteilen. Dabei sei es egal ob es sich um eine Partnerschaft von Schulen, Städten oder Gemeinden handelt.

Die Erasmus+ Moderatorin Chiara Longonie-Neff erläuterte das Erasmus+-Programm und Ihre Arbeit an der Franz-Böhm-Schule (Kaufmännische Berufsschule in Frankfurt am Main). Ihr Enthusiasmus für die Möglichkeiten im Rahmen von eTwinning wirkte ansteckend. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaft für Schulen in Europa mit dem Ziel die Medien- und Fremdsprachenkompetenzen zu stärken. Es handelt sich bei der Plattform eTwinning um einen geschützten Raum und nur die daran beteiligten Personen entscheiden zusammen, was von dem jeweiligen Projekt veröffentlicht werden soll, so Longonie-Neff. Im aktuellen Projekt der Franz-Böhm-Schule sind 28 Lehrkräfte, 225 Schüler und 7 Besucher beteiligt. Gerade jetzt ist es wichtig sich zu engagieren. Vor allem vor dem Hintergrund der aktuell diskutierten Themen wie Europaskepsis oder Brexit, so die Referentin.

Die Diskussion während der Veranstaltung beschäftigte sich mit Themen wie Ausgleichstunden, Ehrenamt, Sprachbarrieren, Förderung, kulturelle Unterschiede, Versicherungen und Kriterien für die Auswahl von Partnerländern. Lehrkräfte mit und ohne Erfahrung tauschten sich aus und nutzten das Netzwerktreffen, wie Anna Noddeland in ihrem Resümee am Ende festhielt.

Bericht: Wolfgang Kunert




Die Netzwerktreffen für Schulen werden fortgesetzt

Die internationalen Schulpartnerschaften tragen einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung, dem Abbau von Vorurteilen und der Vorbereitung der jungen Generation auf eine globalisierte Gesellschaft bei.

 

Früher wie heute bildet das Engagement der einzelnen Schulen und Lehrkräfte einen wichtigen Rahmen für den Erfolg dieser Schulpartnerschaften. Das IPZ e.V. will in diesem Jahr mit Netzwerktreffen die Akteure zusammenbringen. Wir widmen uns an diesen Tagen der internationalen Arbeit der Schulen im Rahmen von Schulpartnerschaften und Europaprojekten sowie aktuellen Fragestellungen. Zudem wollen wir allen Schulen, Lehrkräften und sonstigen Akteuren eine Plattform bieten, ihre Netzwerke auszubauen.


Nach den erfolgreichen Terminen im Vorjahr finden nun weitere Termine statt am 13. Februar in Rendsburg (SH), am 16. Februar in Wolfsburg (NI), am 3. April in Bramsche (NI), am 21. Juni in Oberursel (HE) und am 5. Juli 2017 in Bocholt (NW).



Jetzt erschienen: Das Jahrbuch der Partnerschaften 2016

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass das IPZ-Jahrbuch der Partnerschaften 2016 pünktlich zu Weihnachten fertig erstellt wurde und rechtzeitig ausgeliefert werden kann.

Das Jahrbuch beinhaltet Beiträge von Kuratoriumsmitglieder und IPZ-Vertretern, Informationen über die IPZ-Preisträgerprojekte, die Aktion „Europäisch denken, handeln und regieren“ der Europäischen Bewegung sowie Beiträge und Projektvorstellungen von 41 Akteuren (Städten, Partnerschaftsvereinen, Schulen).

Im Bereich der Beispiele finden Sie eine Mischung aus Projekten, einschließlich EU-geförderten Projekten wie Bürgerbegegnungen, Netzwerken und Erasmus+-Projekte (Schulpartnerschaften und Schüler- bzw. Jugendbegegnungen).

Das Jahrbuch hat 158 A4-Seiten, gedruckt mit Klemmschiene und Titelkarton.

Ab dem 1.1.2017 ist der Preis 42,00 € (Ermäßigter Preis für IPZ-Mitglieder oder Institutionen, die sich mit Projektbeispielen beteiligt haben: 39,00 €). Alle Preise verstehen sich zzgl. einer Versandpauschale von 1,50 €. Das Bestellblatt und weitere Informationen finden Sie hier.
      

Ehemaliger IPZ-Vorsitzender Dr. Christoph Müllerleile mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Das IPZ gratuliert Dr. Christoph Müllerleile, Vorsitzender des Instituts (2010-2016), zu seiner Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am 11. Oktober 2016 im Rathaus seiner Heimatstadt Oberursel. Bereits bei seiner Verabschiedung im Juni 2016 haben wir die hohe Bedeutung seines Engagements für das Institut und unsere damit verbundene Dankbarkeit ausgesprochen. 

Wir freuen uns mit Dr. Christoph Müllerleile und seiner Familie über diese Auszeichnung.


 


Netzwerktreffen für Kommunen

"Europas Vorteile sichtbar machen - Ideen und Chancen für Städtepartnerschaften"

Nach den ersten Netzwerktreffen im Frühjahr und im Sommer zum Thema "Partnerschaftsarbeit in Krisenzeiten", setzen wir nun unsere Reihe fort mit dem neuen Thema, denn der Schock sitzt tief, nur wenige hatten es erwartet: Die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens haben für den Brexit und gegen eine weitere Beteiligung ihres Landes am europäischen Integrationsprozess gestimmt. Diese Entscheidung stellt die Europäische Union auf die Probe. Spätestens jetzt müssen wir uns Gedanken über die mögliche Zusammenarbeit in der Zukunft machen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten, um Europa bürgernäher zu gestalten.

Vielleicht ist dies eine Chance, gute partnerschaftliche Beziehungen zu reaktivieren? Können die Partnerschaften nun wieder auf eine Hochphase hoffen? Das große Interesse der breiten Öffentlichkeit für Europa, die EU und die internationale Zusammenarbeit bietet auf jeden Fall eine Chance, die genutzt werden sollte. Die Ereignisse bieten eine Gelegenheit, um über die Vorteile einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union zu sprechen.

 

Im Netzwerktreffen des IPZ widmen wir uns der aktuellen Situation und den Herausforderungen für alle international und partnerschaftlich aktiven Multiplikatoren in Vereinen und Kommunen. Die Programme sind unter Termine veröffentlicht, alternativ können Sie gerne die Einladung in der Geschäftsstelle anfragen oder sich für die Einladungsliste registrieren.




Neugestaltete Förderseminare

Das IPZ e.V. hat aufgrund der veränderten Situation in der Förderlandschaft die Förderseminaren neu konzeptioniert. Ab März 2016 heißen diese Zuschussseminare bzw. "Europaprojekte, Städte- und Schulpartnerschaften" und sie finden mit einem größeren Anteil an Erfahrungsaustausch und Schilderung von unterschiedlichen Förderstellen und einem geringeren Anteil an EU-Förderhinweisen statt.

Sollten Sie eine detaillierte Darstellung mit Formulierungshinweisen etc. der Antragsverfahren im Rahmen von den EU-Förderprogrammen "Europa für Bürgerinnen und Bürger" und "Jugend in Aktion" im Rahmen von Erasmus+ wünschen, dann verweisen wir auf die Schulungen "EU-Förderung für Kommunen und Vereine".
 



Europakandidaten an der Basis fest verwurzelt

Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit (IPZ) hat im Vorfeld der Europawahl unter Kandidaten von in Deutschland zur Europawahl zugelassenen Parteien eine Umfrage durchgeführt. Ziel war es, von Bewerberinnen und Bewerbern um einen Sitz im Europäischen Parlament zu erfahren, welchen Stellenwert sie der europäischen Basisarbeit einräumen und wie sie selbst sich in die partnerschaftliche Arbeit von Kommunen, Partnerschaftsvereinen oder Schulen einbringen.

Angeschrieben wurden 191 Kandidatinnen und Kandidaten, wegen der Fülle der sich bewerbenden Listen nur solche von den im Bundestag und den Landtagen vertretenen Parteien. Insgesamt haben 40* und damit rund ein Fünftel der angeschriebenen Kandidaten unseren Fragebogen mit den sieben Fragen ausgefüllt zurückgesandt.


Mehr dazu hier



CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Kippels beim IPZ

Der im September 2013 in den Bundestag gewählte Direktkandidat für den Rhein-Erft-Kreis, Dr. Georg Kippels (CDU) aus Bedburg, stattete der IPZ-Geschäftsstelle am 10. Dezember 2013 einen Besuch ab. Institutsleiterin Anna Noddeland informierte ihn eingehend über Struktur und Aufgaben des Instituts.

Neue Wege in der Partnerschaftsarbeit diskutiert

Mit der Mahnung, dass kommunale Partnerschaften kein Selbstzweck sein dürften, eröffnete der Vorsitzende des IPZ, Dr. Christoph Müllerleile, die diesjährige IPZ-Jahreskonferenz am 22. und 23. November im historischen Kieler Rathaus. Rund 50 Vertreter von Kommunen und Vereinen, die europäische Partnerschaften pflegen, waren zu der Konferenz in den Norden gereist. Im Vordergrund standen neue Wege und Ideen kommunaler Partnerschaften.

Wenn eine Beziehung sich über Jahre nicht mit Inhalt anreichern lasse, so meinte Dr. Müllerleile in seiner Begrüßungsansprache, sei sie beendet. Dann solle man das auch im gegenseitigen Einvernehmen feststellen dürfen. Umgekehrt müsse nicht jede freundschaftliche Kontaktaufnahme mit einem feierlichen Gelöbnis ewiger Partnerschaft enden. Es gebe viele Möglichkeiten, verbindlich miteinander in Kontakt zu bleiben. 

Mehr dazu hier

IPZ-Europapreise nach Brühl, Erlangen und Marl

Seit 20 Jahren verleiht das IPZ den Europapreis an Kommunen und Partnerschaftskomitees, die, nach Meinung einer Jury von Praktikern der Partnerschaftsarbeit, durch eine kontinuierliche Partnerschaftsarbeit und durch besondere Projekte und innovative Ideen auf sich aufmerksam gemacht haben. Bei der IPZ-Jahrestagung am 23. November 2013 im Kieler Rathaus wurden solche Projekte der Partnerschaftsarbeit in Brühl, Erlangen und Marl ausgezeichnet.

Mehr dazu hier

"In kleinen Kommunen ist das Herz für Polen größer"

Dass aus "anfänglicher Verliebtheit" nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Laufe der Jahre "innige Freundschaften" zwischen den Menschen in Deutschland und Polen entstanden sind, unterstrich der Vizekonsul des Generalkonsulats der Republik Polen in Köln, Jakub Wawrzyniak, während einer Deutsch-Polnischen Fachtagung am 28. November 2013 im Wappensaal des Gederner Schlosses.
Bürgermeister Klaus Bechtold und der Vorsitzende des Verschwisterungsvereins Gedern-Polanów und Vorstandsmitglied des IPZ, Wolfgang Kunert, hießen mehr als dreißig Teilnehmer willkommen. 

Mehr dazu hier

Deutsch-polnische Partnerschaften ausbaufähig

Vertreter der Verschwisterungsvereine aus Gedern und Schotten und Gederns Bürgermeister Klaus Bechtold nahmen am 25. und 26. Oktober 2013 im polnischen Polanów an einer deutsch-polnischen Multiplikatoren-Konferenz des IPZ teil. Im Mittelpunkt stand die Zukunft europäischer Beziehungen.

Mehr dazu hier

Ausstellung über Städtepartnerschaften zu verleihen

Als Bestandteil des EU-Projekts 2013 hat das IPZ eine Wanderausstellung erstellt, die die modernen Kommunalpartnerschaften darstellt. In dieser Ausstellung finden Sie 23 Tafeln mit Informationen und Denkanstöße für Ihre Partnerschaftsarbeit in englischer oder deutscher Sprache.
Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.

Mehr dazu hier